Kletterkarabiner

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Kletterkarabiner sind essentieller Bestandteil einer jeder Kletterausrüstung. Doch nicht jeder Karabiner zum Klettern ist gleich wie der andere.

Denn erstens unterscheiden Sie sich in stark in ihrer Form. Zweitens auch in ihrer Verschlussart. Und drittens auch hinsichtlich des Materials. Darüber hinaus könnte man sie zudem auf Basis des Herstellungsprozesses unterscheiden. Kletterkarabiner werden nämlich sowohl kalt als auch heiß geschmiedet.

Folglich ergeben sich aus der jeweiligen Kombination der Merkmale auch ganz unterschiedliche Verwendungszecke. Sie bieten eine sehr gute Möglichkeit, Karabiner zu typisieren.

Deshalb geben wir Euch im Folgenden gleich einmal einen entsprechenden Überblick zu den Karabinertypen.

Kletterkarabiner – nach Typus

Eine Möglichkeit das Thema Karabiner übersichtlich zu strukturieren, sind die Typen. Damit meinen wir die großen Kategorien in welche dieser Ausrüstungsgegenstand unterteilt werden kann.

Materialkarabiner

Das Bild zeigt einen kleinen, roten Materialkarabiner mit Drehverschluss als Möglichkeit um sein Chalkbag befestigen zu können.
Ein typischer Materialkarabiner. Nicht zum Klettern gedacht, sondern nur als Zubehör!

Diese Kategorie umfasst alle kleinen Karabiner, welche keine EN Norm 12275 aufweisen. Ihr kennt sie vielleicht auch unter den Namen „Zubehör Karabiner“, „Fangkarabiner“ oder „Minikarabiner“.

Diese Produkte sind streng genommen keine Kletterkarabiner. Denn sie weisen wie bereits erwähnt nicht die passende Norm auf. D.h. sie brechen bereits bei geringer Belastung und sind nicht als Verbindungsmittel für das Klettern selbst geeignet.

Allerdings werden sie beim Klettern für vielerlei Zwecke verwendet. Wie z.B. zum Fixieren der Leashes eures Felshammers, zum Anhängen eurer Getränkeflasche oder zum Chalkbag befestigen.

Darüber hinaus sind Materialkarabiner beliebt als Schlüsselanhänger, zur Befestigung von Hundeleinen, usw…

Schnappkarabiner

Das Bild zeigt den Stubai Schnappkarabiner Rock Clip 2.0 mit gebogenem Schnapper. Der rote Kletterkarabiner steht aufrecht im Bild mit dem schwarzen Schnapper nach rechts.
Ein klassischer Schnapper mit Keylock Verschluss von Stubai

Dieser Typus von Kletterkarabiner ist leicht zu erkennen. Denn erstens sollten sie alle den EN 12275 Schriftzug aufweisen. Und zweitens haben sie einen normalen Schnapper bzw. Drahtschnapper.

D.h. hier greift vereinfacht gesagt immer ein Positiv in ein Negativ. Das ermöglicht es zum einen, etwas in den Schnappkarabiner einzuhängen, wie z.B. ein Kletterseil. Und zum anderen verleiht der geschlossene Schnapper dem Karabiner seine große Bruchlast in Längsrichtung.

Aus diesem Grunde ist ein zuverlässiges Verschlusssystem das A und O bei diesem Typus. Als die besten haben sich dabei der sogenannte „Keylock“ bzw. der Drahtschnapper, auch „wire gate“ genannt, herauskristallisiert.

Hersteller wie Petzl oder Camp, haben Kombinationen bzw. stark veränderte Varianten davon herausgebracht. Wie z.B. bei der Petzl Ange Finesse Express bzw. dem Camp Dyon Schnapper.

Das Bild zeigt einen grünen Austrialpin Micro Drahbügel Kletterkarabiner. Er steht aufrecht im Bild, der Schnapper ist links.
Der Austrialpin Micro, ein Modell mit klassischem Drahtbügel Verschluss.

Im Grunde gibt es aber nur diese beiden Schnapper Typen bzw. deren Derivate.

Erwähnenswert ist bei den Drahtschnappern, dass sie den sogenannten „Peitschenschlag Effekt“ verhindern. Darunter versteht man das Öffnen des Schnappers durch seine Massen-Trägheit bei einem Sturz.

Oder besser erklärt: normale Schnapper können sich bei einem Sturz öffnen, weil sie eben recht schwer sind. Bei einem Drahtschnapper kann das nicht passieren.

Natürlich ist in diesem Zuge die Gewichtsersparnis eine willkommene (Neben)Eigenschaft!

Verschließbare Kletterkarabiner

Eine weitere große Gruppe sind die Verschlusskarabiner. Auch diese lassen sich in weitere Unterkategorien einteilen.

Schraubkarabiner

Das Bild zeigt einen goldgelben Petzl Schraubkarabiner mit silbernem Schraubverschluss und rotem Verschluss Indikator.
Der Petzl SM´D Screw Lock ist ein extrem beliebter, kleiner Schraubkarabiner!

Erstens die klassischen Schraubkarabiner. Hierbei wird der Schnapper mit Hilfe eines Drehgewindes manuell geöffnet bzw. auch manuell verschlossen. Gegenüber den weiter u.a. Modellen schließen diese Modelle also NICHT automatisch!

Dieser Verschluss ist somit zum einen ideal wenn ein Karabiner nur gelegentlich geöffnet werden muss. Und zum anderen, bei schlechten äußeren Bedingungen. Nämlich dann, wenn automatische Verriegelungen versagen können. Das kann z.B. bei Eis und Schnee, sowie bei Schmutz wie Schlamm der Fall sein.

Deshalb haben Alpinisten gerne Schraubkarabiner mit dabei. Ebenso sind sie in alpinen Routen als fixe Karabiner beliebt.

Twist-Lock Kletterkarabiner

Das Bild zeigt den Austrialpin Rondo 2-Wege Twist-Lock Kletterkarabiner in gelb. Der HMS Karabiner steht in Bildmitte mit dem Drehverschluss auf der rechten Seite.
Der Austrialpin Rondo in der 2-Wege Twist-Lock Ausführung.

Zweitens gibt es die sogenannten Twist-Lock Karabiner. Hierbei wird ein Drehgelenk in mehreren Schritten geöffnet. Ja nach Anzahl der schritte spricht man von „2-Wege“ oder „3-Wege“ Twist-Lock Karabinern. Diese Verschlüsse sind mit einer Feder ausgestattet, sodass sie wieder automatisch schließen. Darin liegt der große Vorteil gegenüber den Schraubern.

D.h. sie sind überall dort ideal wo es einerseits schnell gegen soll. Und andererseits wo man den verschließbaren Karabiner sehr oft ein- und aushängen muss. Wie z.B. bei einer Mehrseillängenroute.

Beachtet. Bei Eis und Schnee, bzw. viel Schmutz, kann der automatische Verschließmechanismus dieses Karabinertyps versagen.

Ball-Lock Karabiner

Das Bild zeigt den Petzl AM´D Karabiner mit Ball-Lock Verschluss. Der graue Karabiner steht aufrecht im Bild, der schwarze Ball-Lock Verschluss ist links.
Der Petzl AM´D Ball Lock ist DER Ball-Lock Karabiner schlechthin!

Drittens gibt es auch den „Ball-Lock“ Verschluss von Petzl. Dabei muss man zuerst eine kleine grüne Kunststoffkugel drücken, damit man den Schnapper öffnen kann. Dieses Verschlusssystem schließt dann auch wieder automatisch. Sie ist dem Twist-Lock sehr ähnlich, nur noch etwas schneller.

Deswegen wird er extrem gerne für Selbstsicherungen, für den Standplatzbau oder die Befestigung des GriGri 2 bzw. GriGri Plus am Klettergurt verwendet.

Auch hier gilt. Bei widrigen Bedingungen kann es sein, das der Schnapper nicht mehr automatisch schließt.

Übrigens gibt es Ball-Lock Karabiner nur von der Firma Petzl. Denn diese Technologie ist ein laufendes Patent des französischen Marktführers.

„Slider“ Kletterkarabiner

Das Bild zeigt den Austrialpin HMS Rondo Slide Autolock Kletterkarabiner in grün. Der Karabiner steht aufrecht in Bildmitte, man sieht ihn leicht schräg von der Seite. Man erkennt alle Details wie die form des Rahmens, den Slider Verschluss sowie die eingeprägten Aufschriften.
Der Austrialpin Rondo in der „Slide“ Ausführung.

Viertens gibt es seit wenigen Jahren einen weiteren Verschluss. Die sogenannten „Slider“.

Dabei handelt es sich je nach Hersteller um kleine „Schieber“ oder „Noppen“ auf den Schnappern. Nur wenn man diese schiebt, drückt oder presst, lässt sich der Schnapper öffnen.

Ein ganz eigenes Verschlusssystem für Karabiner stellt das „Twin-Gate“ System von Beal dar. Hierbei hat der Karabiner zwei gegenüberliegende Schnapper. Somit ist ein unabsichtliches Aushängen unmöglich.

Zwar ist das Handling gewöhnungsbedürftig. Aber die steigende Beliebtheit als Standplatzkarabiner gibt den Franzosen mit ihrem System Recht.

Klettersteigkarabiner

Das Bild zeigt den Salewa Klettersteigkarabiner Attac.
Der Salewa Ergotec mit Handballensicherung, ein typischer Klettersteigkarabiner.

Unter den Kletterkarabinern nimmt dieses Verschluss System eine Sonderstellung ein. Denn zum einen sind die Verschlussmechanismen mit keinem anderen System zu vergleichen. Und zum anderen haben sie teilweise eine ganz andere Form als reguläre Karabiner.

Da wären also die Klettersteigkarabiner mit dem sogenannten „Zwick-Verschluss“. D.h. hier wird der Schnapper mit Daumen und Zeigefinger eingezwickt, um ihn dann verschieben bzw. öffnen zu können. Klassiche Beispiele sind der Camp Nomad Klettersteigkarabiner und Petzl Vertigo Wire Lock.

Und als zweites System die „Handballensicherung“. Hierbei muss man einen Mechanismus mit dem Handballen drücken, sodass sich der Schnapper öffnet. Vertreter dieses Typs sind der Kong Tango oder Salewa Ergotec Klettersteigkarabiner.

Kletterkarabiner nach Materialien

Karabiner sollen je nach Verwendungszweck ja ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen. Das eine mal sollen sie leicht sein. Das andere mal sollen sie extrem abriebfest sein. Dann sollen sie mal extrem stark belastbar sein. Und dann z.B. fixierbar in einem Kettenstand als Umlenker.

Bei all diesen Anforderungen wird bald klar. Mit einem Werkstoff alleine lässt sich das nicht abdecken. Deshalb gibt es Karabiner auch aus vier unterschiedlichen Materialien.

Aluminium Kletterkarabiner

Das Bild zeigt den Austrialpin Rondo Schrauber poliert. Der HMS Kletterkarabiner steht in Bildmitte mit dem Schraubverschluss auf der rechten Seite.
Bei polierten Karabinern wird besonders gut sichtbar, daß sie aus Aluminium sind.

In der Regel bestehen Karabiner zum Klettern aus Aluminium. Für die benötigtem Eigenschaften wie hohe Bruchlast und genügend Dehnfähigkeit, wird ein relativ hoher Anteil Zink beigemengt. D.h. wir haben es hier mit einer Alu-Zink Legierung zu tun.

Dieser Werkstoff hat genau die gewünschten Eigenschaften. Zudem lässt er sich einerseits auch kalt verformen. Manche Hersteller wie z.B. Austrialpin stellen ihre Produkte nur in diesem Verfahren her. Vereinfacht erklär lassen sich damit „nur“ relativ einfache Querschnitte und Formen produzieren. Das Material wird zwar erhitzt, allerdings nur um die gewünschte Festigkeit zu erreichen.

Und andererseits kann man diese Legierung auch heiß schmieden. Hersteller wie z.B. Petzl, Camp oder Climbing Technology können das. D.h. unter dem Einsatz von Öfen wird die Legierung so stark erhitzt, dass sie in aufwendige Formen gepresst werden kann. Wie komplizierte H-Profile oder T-Formen. Somit können sehr leichte aber starke Formen produziert werden.

Perfekte Beispiele sind der Petzl Spirit Screw Lock, der Camp Nano Schnapper oder der Karabiner für das Edelrid Nineteen G Set.

Stahlkarabiner

Das Bild zeigt den Camp D Pro Lock Stahlkarabiner. Der silberne Karabiner liegt aufrecht in Bildmitte mit dem Schnapper nach rechts.
Stahlkarabiner sind leicht an ihrem hohen Gewicht zu identifizieren!

Stahlkarabiner bestehen entweder aus verzinktem Stahl oder Edelstahl. Der Unterschied liegt dabei in der Stahl Legierung sowie in der Oberflächenbehandlung.

Denn verzinkte Karabiner bestehen aus „billigeren“ ferritischen Stählen, welche dann in einem elektrochemischen Verfahren verzinkt werden. D.h. ihr Schutz gegen Oxidation („Rosten“) ist eine Zink Schichte.

Edelstahlkarabiner hingegen bestehen aus teurerem und hochwertigeren „austenitischen Stählen“. Zudem hat dieser Stahl einen deutlich höheren Chromgehalt. D.h. hier bildet sich bei der Produktion eine Chrom-Dioxyd Schichte auf der Oberfläche. Dadurch können vereinfacht erklärt die Eisenmoleküle nicht mehr oxidiert werden. Folglich sind diese Karabiner extrem langlebig und sollten z.B. im Alpenraum niemals rosten.

Die Kletterkarabiner aus diesen beiden Stahlqualitäten haben eines gemeinsam. Sie sind extrem abriebfest! Allerdings sind sie auch sehr schwer. Deshalb werden sie fast ausschließlich als fix installierte Karabiner verwendet. Wie z.B. der Fixe Indus für fixe Indoor Expressschlingen, oder der Austrialpin D-Assym als Umlenkkarabiner für Kettenstände. Darüber hinaus sind sie dadurch ideal für Höhenarbeiten.

Darüber hinaus sind Stahlkarabiner oft extrem belastbar. Die Bruchlasten bei manchen Modellen beträgt 50kN, also 5 Tonnen. Wie z.B. beim Kong X Large, Camp D Pro Lock oder Stubai Super 5000. Diese Eigenschaft machen Stahlkarabiner perfekt für die Nutzung im Baugewerbe, im Forst sowie in der Landwirtschaft.

Hybrid Karabiner

Das Bild zeigt den Edelrid HMS Kletterkarabiner Bulletproof Screw FG. Der gelbe Karabiner steht aufrecht in Bildmitte. Der Schnapper und Schraubverschluss sind links.
Der Edelrid Bulletproof Screw FG ist ein typischer Hybrid Karabiner.

Die Firma Edelrid hat es geschafft, das beste aus beiden Werkstoffen zu machen. Nämlich Hybrid Kletterkarabiner aus Aluminium mit Stahl Inlets im Scheitel. Diese Modelle sind an ihrer Bezeichnung „Bulletproof“ zu erkennen.

Das System ist sowohl simpel als auch grenzgenial. Denn der Rahmen des Karabiners besteht aus leichtem Alu.  Der entscheidende Teil, nämlich der Innenbereich des Scheitels, ist jedoch mit einem hoch abriebfesten Edelstahl Inlet ausgestattet.

Wo macht das Sinn? Erstens bei allen Karabinern die mit Abseilgeräten bzw. Sicherungsgeräten verwendet werden. Wie z.B. Edelerid Jul 2 bzw. Mega Jul, das Petzl Reverso, der Salewa Alpine Tuber sowie das CT Be Up. Wo normale Alu Karabiner schon längst tiefe Kerbe haben, bleiben die Bulletproof Modelle so gut wie neu!

Zweitens macht es bei den hakenseitigen Karabinern in Expressschlingen Sinn. Dort kommt es bei den Bulletproof Straight Schnapper niemals zu den tiefen, scharfen Kerben wie bei den Ali Karabinern. Und ein Edelrid Bulletproof Bent in der ersten Express verhindert die typische Kerbe durch durch das Ablassen.

Kletterkarabiner nach Formen

Man kann die vielen unterschiedlichen Typen auch super nach ihren Formen unterteilen. Nicht umsonst nimmt die EN 12275 Norm für Karabiner zum Klettern auch darauf Bezug. D.h. darin werden zum einen für die jeweiligen Formen eigene Bezeichnungen vergeben.

Das Bild zeigt eine Übersicht vonKarabiner Formen. Von links nach rechts mit der jeweiligen Bezeichnung sind aufgereiht: B-Typ, X-Typ, H-Typ, K-Typ und Q Typ.

Und zum anderen müssen die jeweiligen Formen auch unterschiedliche Mindest Bruchlasten aushalten. Siehe Tabelle unten!

B-Typ Kletterkarabiner

Das sind vereinfacht gesagt alle „Schnapper“. D.h. selbstschließende Modelle für die Verwendung in einem Sicherungssystem. Folglich können dass Schnapper mit Drahtbügel und normale Keylock Schnapper sein.

Klassische Beispiele sind die Austrialpin Rockit Schnapper, die Stubai Rock Clip oder der Kong Bent Gate.

D-Typ Karabiner

Das „D“ steht hier für „directional“. D.h. es fallen alle Modelle darunter, welche eine Vorrichtung zur Ausrichtung nach der Längsachse haben. Das sind vor allem Produkte, welche mit Sicherungsgeräten verwendet werden. Sie haben oft einen zusätzlichen, kleinen Schnapper, welcher den Karabiner an der Anseilschlaufe des Klettergurtes fixiert. So kann sich dieser nicht drehen und es werden gefährliche Querbelastungen vermieden.

Beispiele wären der Austrialpin Rondo Selfie, der Edelrid HMS Strike FG oder der Edelrid HMS Bulletproof Screw FG.

X-Typ Kletterkarabiner

In diese Kategorie fallen alle Karabiner mit symmetrischer Form. D.h. alle „ovalen“ Modelle wie z.B. Austrialpin Ovalo Schnapper.

H-Typ

In diese Kategorie fallen alle Modelle mit einer Schnapper Verschlussvorrichtung. D.h. alle Schrauber, Twist-Lock und Ball Lock.

K-Typ = Klettersteigkarabiner

Sie sind eine ganz besondere Form der Kletterkarabiner: die Klettersteigkarabiner! In Bezug auf die EN 12275 Norm wird da natürlich Rücksicht genommen. D.h. sie müssen ganz eigene Bruchlasten bestehen.

Q-Typ – Quick Links

Auch Quick Links, besser bekannt als Rapidglieder oder Schraubglieder, fallen unter die EN 12275 Norm. Sie tragen die Erweiterung „Q“ und müssen die höchste aller Querlasten aushalten. Nämlich 10kN.

Übersicht Karabinertypen und Festigkeitswerte

Das Bild zeigt eine Übersichtstabelle der Kletterkarabiner Typen und Festigkeitswerte nach UIAA 121 Norm.
Übersichtstabelle der Typen und Festigkeitswerte nach EN 12275 bzw. UIAA 121 Norm (entnommen aus de.wikibooks.org)

Karabiner ohne die EN Norm bzw. UIAA Norm haben im Klettersport nichts zu suchen. Billige Baumarkt Modelle sind ein absolutes „no go“!

Besondere Kletterkarabiner

Von all den bisher vorgestellten Typen an Karabinern zum Klettern, stechen einige wenige besonders hervor. Deshalb wollen wir euch erwähnenswerte „Sonderformen“ im Folgenden noch erweitert vorstellen.

Wir hoffen damit, diese Auflistung so komplett wie möglich zu gestalten. Damit ihr einfach einen perfekten Überblick zum Thema bekommt.

HMS Karabiner

Das Bild zeigt den matt roten Petzl Attache HMS Kletterkarabiner mit dem Schraubverschluss links.
Der Petzl Attache HMS, einer DER HMS Karabiner am Markt!

HMS sind Kletterkarabiner, in welchem man einen Halbmastwurf Knoten machen kann. Entscheidend dabei: der Knoten „springt“ in einem solchen Modell um. Oder besser ausgedrückt. Mit diesen Karabinern kann man bei Bedarf die Halbmastwurfsicherung anwenden bzw. auch mit Halbmastwurf abseilen.

Folglich ergibt sich für diesen Typ eine ideale Form und Größe. Folglich gibt es diese Karabiner nur in Birnenform und ab einer mittleren Größe. Nach oben hin sind einige weitere Größen erhältlich.

Somit eignen sie sich zum einen besser für die Halbmastsicherung bzw. das Abseilen mit Halbseilen oder Doppelseilen. Und zum anderen kann man sie auch perfekt als Zentralkarabiner nutzen.

Kleine Schraubkarabiner z.B. eignen sich nicht für den Halbmastwurf. Folglich können sie auch keine HMS Karabiner sein.

„Verdrehte Karabiner“ Kletterkarabiner

In bestimmten Situationen ist es vorteilhaft, wenn ein Verbindungsmittel eine „verdrehte“ Form hat. Das ist bei manchen Rettungstechniken sowie bei Höhenarbeiten der Fall. Nämlich dann wenn Seilrollen verwendet oder Lasten abgelassen bzw. umgelenkt werden.

Das folgende Video zum Kong Ovalone DNA zeigt die offensichtlichen Vorteile dieser Sonderform.

Modelle mit Rollen

Das Bild zeigt einen silbergraue schimmernden DMM Revolver Karabiner mit Seilrolle. In Mitte eines weißen Quadrates ist das Modell Keylock mit einem Drahtschnapper bzw. gelber Mini Seilrolle zu sehen.
Der DMM Revolver – ein Kletterkarabiner mit einer Rolle!

Eine weitere wichtige Sonderform sind die Kletterkarabiner mit Rollen. Allen voran ist hier der DMM Revolver zu nennen. Denn dieses Modell hat eine Rolle im schmalen Scheitel. Somit kann das Seil hier reibungsfrei gleiten.

Das kann in vielen Situationen extrem hilfreich sein. Wie z.B. bei Routen mit zick-zack Seilverlauf. Des weiteren bei Flaschenzügen. Und darüber hinaus bei Stellen, wo traditionell hart gestürzt wird.

Für das Heben und Senken von Lasten haben wir auch einen Karabiner mit Kugellager im Programm.Dieses Modell ist etwas speziell für Höhenarbeiten.

Was bedeutet „poliert“ bei Kletterkarabinern?

Das Bild zeigt den silbernen Austrialpin Micro Schraubkarabiner. Er steht aufrecht im Bild, der Schraubverschluss ist links.
Ein Beispiel für einen „polierten“ Karabiner – der Austrialpin Micro Schrauber.

D.h. der Kletterkarabiner wurde rein mechanisch behandelt. Nicht chemisch. Poliert eben. Somit ergibt sich eine gleichmäßige und glatte Oberfläche. Diese „unbehandelten“ Produkttypen gibt es folglich nur in „silbern“ zu kaufen.

Solche Modelle sind einerseits günstig. Andererseits aber nicht beständig gegen starke Korrosionsfaktoren. Beim Klettern in Meeresnähe z. B. werdet ihr im Laufe der Zeit eine rauere, mattere Oberfläche bekommen. Im Extremfall greift euch das Natriumchlorid die Oberfläche stark an und ihr müsst die Karabiner ausscheiden.

Daher wichtig. Oft mit Trinkwasser abspülen!

Was bedeutet „eloxiert“?

Das Bild zeigt den Austrialpin Rockit Schrauber eloxiert. Der blaue Schraubkarabiner ist in Bildmitte zu sehen. Er steht aufrecht im Bild und hat den Schnapper links.
Färbige Karabiner sind in der Regel immer auch eloxiert!

D. h. am Karabiner wurde durch ein chemisches Verfahren eine extra Schutzschicht aufgetragen. So hält dieser veredelte Typ den chemischen Einflüssen besser stand. Das können Salze, das Kletterchalk oder der Regen sein. Folglich sind solche Modelle langlebiger als „polierte“.

In der Regel wird bei diesem Verfahren auch gleich Farbe beigemengt. Somit sind alle „färbigen“ Kletterkarabiner auch automatisch „eloxiert“. Die Farbe auf den Karabinern hilft einem auch dabei, die unterschiedlichen Karabiner unterscheiden zu können.

Mehr zum „Eloxal Verfahren“ kannst du auf Wikipedia nachlesen.

Können Karabiner brechen?

Je nachdem wie die Kräfte ansetzen, können (seltene) Brüche in der Tat möglich sein. Deshalb gilt es Querbelastungen durch Auflage am Fels oder einem Sicherungspunkt (Stecken Bleiben im Haken z.B.) unbedingt zu vermeiden.

Bei entsprechend achtsamer Verwendung ist die Wahrscheinlichkeit eines Karabinerbruchs also extrem gering!

Welche Kletterkarabiner gehören zu welcher Ausrüstung?

Wie Euer „Rack“ ausschauen soll, hängt stark von Euren Klettergewohnheiten ab. Wer z.B. sporadisch mal in die Halle geht hat gänzlich andere Anforderungen als ein motivierter Alpinkletterer.

Folglich gibt es keine verbindlichen Vorgaben. Wir haben uns aber hier eine kleine Empfehlung für Anfänger heraus genommen.

Hallenklettern: Du brauchst lediglich einen Karabiner der kompatibel zu deinem Sicherungsgerät ist.

Sportklettern: Passende Sicherungsgerät Kombi wie vorhin. Überdies mindestens zwei kleine Schrauber zum Umfädeln des Seiles am Umlenker ( 1 x für Selbstsicherungsschlinge (mit Mastwurf fixieren!), 1 x für´s Fixieren des Seils in der Einbindeschlaufe). Für 1-2 verlängerbare Expresschlingen benötigst du abschließend vier normale Schnappkarabiner.

Wir empfehlen für Anfänger zudem 10 kurze und 2-4 lange Expressschlingen.

Alpinklettern: Erstens brauchst du einen großen HMS Kletterkarabiner, der zu deinem Sicherungsgerät für Doppelseile passt.

Dann einen weiteren großen HMS der als zentraler Einhängepunkt am Standplatz dient. Dazu einen kleinen Schrauber zum Einhängen des Sicherungsgeräts (Reverso o.Ä.) und idealerweise einen ovalen Kletterkarabiner für den Nachsichern Modus.

Für den Standplatzbau sollte man zwei ovale oder zwei kleinere Schrauber dabei haben.

Im alpinen empfehlen wir zwei bis vier verlängerbare Expressen. D.h. du brauchst auch bis zu 8 Schnappkarabiner.

Für dein Expressen Arsenal solltest du zudem ca. acht kurze und vier bis sechs lange dabei haben.

FAQ´s

Was ist ein polierter Karabiner?

Das ist ein normaler Aluminium Kletterkarabiner ohne Oberflächenbehandlung. Hierbei wird der Grundkörper des Karabiners in einer entsprechenden Maschine mechanisch „poliert“ und bekommt dadurch seine glatte, silberne Oberfläche.

Was ist ein eloxierter Karabiner?

Das ist ein Aluminium Karabiner welcher im elektrochemischen Eloxal Verfahren eine oxidische Schutzschichte erhält. Durch anodische Oxidation bildet sich in der obersten Schicht des Aluminiums eine Oxidschichte. Somit kann das darunter liegende Aluminium nicht korrodiert werden. Eloxierte Karabiner sind somit besonders langlebig und gegen Korrosion bestens geschützt.

Was ist ein HMS Karabiner?

Ein HMS Karabiner ist ein birnenförmiger Kletterkarabiner mit breitem Scheitel. Daran kann man einen Halbmastwurfknoten anbringen, welcher dann auch „umspringt“. D.h. mit einem HMS Karabiner kann man die Halbmastwurfsicherung ausführen bzw. mit dem Halbmastwurfknoten abseilen.

Welche Norm für Kletterkarabiner?

Kletterkarabiner für alpine Sportarten müssen nach der EN 12275 genormt sein. Für die Jeweiligen Typen (B,H, K,A,T,Q,X) gelten unterschiedliche Bruchlastwerte. Die Norm muss auf dem Karabiner selbst abgebildet sein.

Was ist ein Drahtbügel Karabiner bzw. Wire Gate Karabiner?

Das sind Kletterkarabiner mit einem Schnapper aus leichtem Stahldraht, auf Englisch „Wire Gate“ genannt. Das reduziert zum einen das Gewicht um ein paar Gramm. Und zum anderen können sich durch die geringe Massenträgheit solche Schnapper bei einem Sturz nicht selber öffnen.

Was ist ein Ball Lock Karabiner?

Das ist ein Kletterkarabiner mit einem patentierten Verschluss System der französischen Firma Petzl. Dieser Karabiner kann nur geöffnet werden, wenn man einen kleinen grünen Ball am Schnapper drückt und diesen dann verdreht. Ball-Lock Karabiner verschließen dann wieder automatisch.

Was ist ein Twist-Lock Karabiner?

Ein Twist-Lock Karabiner ist ein Kletterkarabiner mit einem speziellen Verschluss System. Dieses kann nur durch die Kombination aus Schieben-Drehen und Drücken geöffnet werden. Je nach Anzahl der benötigten Bewegungen spricht man von 2-Wege, 3-Wege oder sogar 4-Wege Twist Lock.

Können Kletterkarabiner brechen?

Bei ungünstiger Kombination aus Querbelastung und Hebelwirkung können Karabiner brechen. Die gefährlichsten Szenarien sind a) das Aufliegen des Karabiners auf einer Felskante und einem gleichzeitigen Sturz sowie b) das Verdrehen in einem Fixpunkt (Querbelastung in Felshaken, Bohrhakenlasche, Klebehaken) und ein gleichzeitiger Sturz.

Woraus bestehen Kletterkarabiner?

Kletterkarabiner bestehen aus einer Aluminium-Zink Legierung. Diese ist wesentlich leichter bzw. stärker als die einzelnen Metalle selbst. Vereinfacht gesagt gibt das Aluminium der Legierung die Stärke und das Zink die Biegsamkeit. Durch starkes Erhitzen (ca. 800°C) und schnelles Abkühlen bekommt diese Legierung ihre extrem widerstandsfähige Molekularstruktur für die geforderten, hohen Bruchlastwerte.

Wann sind Karabiner auszuscheiden?

Kletterkarabiner sind sofort auszuscheiden wenn… Erstens sich der Schnapper oder Verschluss (nach Reinigung und Ölen) nicht mehr schließen lässt. Zweitens wenn der seilseitige Scheitel zu stark durchgerieben ist oder scharfe Kanten aufweist. Drittens wenn der der hakenseitige Scheitel tiefe Kerben von den scharfen Bohrhakenlaschen aufweist.

Benötigte Zeit: 1 Tag.

So werden Kletterkarabiner produziert

  1. Schneiden der Aluminium Stangen

    Das Rohmaterial für Karabiner sind Stangen aus einer Aluminium-Zink Legierung. Diese werden als erstes in ca. 25-30m Stücke geschnitten.

  2. Biegen der Aluminium Stücke

    Im zweiten Produktionsschritt werden die kurzen Aluminium Stücke in einer eigenen Maschine in die ungefähre Form des gewünschten Kletterkarabiners gebogen.

  3. Pressen der Karabinerform – heiß Schmieden

    Der dritte Schritt ist das Pressen der gebogenen Alu Stücke. Hierzu wird beim heiß Schmieden, auch Hot Forging genannt, sowohl das Aluminium als auch die Press-Form stark erhitzt. Vereinfacht erklärt lässt sich somit die Aluminium Legierung besser biegen. Durch das Pressen in der Maschine mit mehreren hundert Tonnen Gewicht entsteht am Rand des eigentlichen Karabiners ein dünner, überstehender Rand.

  4. Clip-Flashing – abtrennen des Randes

    In einem weiteren Schritt schneidet eine Presse den überstehenden Rand vom Grundkörper des Karabiners ab.

  5. „Heat Treatment“ – Verändern und Festigen der molekularen Struktur

    Um die gewünschten Festigkeitswerte zu erreichen, muss die Aluminium-Zink Legierung einem mehrstündigen Hitze Verfahren mit abschließender, schlagartiger Abkühlung unterzogen werden. Es ist allgemein unter dem Englischen Begriff „Heat Treatment“ bekannt.

    Durch das „backen“ in einem Ofen bei fast 1.000°C verteilen sich die Moleküle schön gleichmäßig. Unregelmäßigkeiten in der Legierung werden somit beseitigt. Beim abschließenden Abkühlen werden die Karabiner blitzschnell in kaltes Wasser getaucht. Dadurch rücken die Atome eng zusammen und bleiben dann auch in dieser kompakten Anordnung. Das kann die Bruchlast Werte der Legierung fast verdoppeln.

    In diesem Arbeitsschritt werden meist auch Angaben wie Firmenname, Normen, usw. eingeprägt.

  6. Rumbling – Rütteln für glatte Oberfläche

    In einer riesigen Art „Trommel“ werden die Karabiner dann mit kleinen Keramik Steinchen stundenlang gerüttelt. Dadurch werden die scharfen Kanten und Gräten (aus Schritt 3. und 4.) komplett beseitigt.

  7. Montage der Schnapper und Verschlüsse

    Je nach Karabiner Typ bzw. Modell, werden im Folgenden die Karabiner fertig gestellt. D.h. zum einen werden die Schnapper angebracht. Und zum anderen die Verschlüsse wie Schraubverschluss, Twist-Lock oder Ball-Lock.

  8. Qualitätskontrolle

    In der Regel wird jeder einzelne Karabiner einer strengen Kontrolle unterzogen. D.h. sie werden teilweise durch Maschinen automatisch inspiziert. Das kann durch moderne Lasertechnik, Ultraschall oder andere Sensoren erfolgen. Wie z.b. die Kontrolle des sich korrekt öffnenden Schnappers. Und fast jeder Hersteller unterzieht jeden einzelnen Karabiner auch einer haptischen und visuellen Kontrolle durch einen Mitarbeiter.

  9. Finales Testen

    Aus jeder Charge an produzierten Karabinern (je nach Hersteller ca. 500 – 2.000 Stück) werden wenige Muster entnommen. Diese werden dann in alle drei Richtungen getestet. D.h. in Längsrichtung, in Querrichtung sowie mit offenem Schnapper.