Eispickel

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1m Länge
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Mixed Klettern
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Als DER Hardwarespezialist im Alpenraum bieten wir euch bei bolting.eu natürlich auch eine große Auswahl an Eispickel Modellen. Dabei haben wir natürlich an alle Einsatzbereiche, an eure unterschiedlichen Körpergrößen sowie an das passende Zubehör gedacht.

Um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern, bzw. die unterschiedlichen Pickel Typen in Erinnerung zu rufen, stellen wir euch im Folgenden die wichtigsten Modelltypen vor.

Das Bild zeigt den Edelrid Attila Eispickel mit grünem Schaft und schwarzer Stahlhaue auf einem weißem Quadrat.
Wir geben euch hier einen super Überblick welche Modelle es gibt und wofür sie am besten verwendet werden.

Die unterschiedlichen Eispickel Typen

Wieso gibt es denn so viele unterschiedliche Modelle an Pickeln am Markt? Das werden wir von Kunden ganz oft gefragt. Die Antwort ist relativ simpel.

Weil es zum einen sehr viele unterschiedliche Einsatzbereiche für dieses Ausrüstungsteil gibt. Wie z.B. Gletschertouren mit sehr langen Geh-Passagen, steile Eisrinnen, Winterbergsteigen mit viel Schnee usw… Wie bei den Steigeisen gibt es immer mehr spezialisierte Modelle.

Und zum anderen, weil ihr als Bergsteiger und Alpinisten einfach ganz bestimmte Bedürfnisse hinsichtlich des Material habt. Wie z.B. Allround Modelle für lange Alpinrouten, extreme Leichtgewichte für den Ski Alpinismus, bequeme Pickel mit langen Stock für Bergführer, usw…

Kurzum. Die Modelle in unserem Kletter Onlineshop sind ein Abbild des vielfältigen Alpinismus, wie er draußen statt findet!

Die vereinfachten Grundsätze

Im Folgenden geben wir euch einen Überblick zu den Grundsätzen für diese Produktkategorie. Erstens zur Verwendung. Zweitens zur Form. Und drittens zur Länge.

Verwendung von Eispickeln

Eispickel haben verschiedene Funktionen, denn sie kann man nutzen zum:

  • Gehen bei Hochtouren wie einen Stock
  • Schlagen von Tritten mit der sogenannten „Schaufel Aufsatz“
  • Einschlagen von Felshaken mit dem sogenannten „Hammer Aufsatz“
  • Einstecken in den Schnee mit Schaft und Haue bei steilen Flanken
  • Vergraben im Schnee für einen „Anker“ a.k.a. „Toten Mann“
  • Einschlagen ins Eis mit der Haue zum „Ziehen“

Unterschiedliche Formen

Je mehr ein Pickel zum Gehen und für die Verwendung als „Stock“ verwendet wird, desto gerader soll er sein. Je steiler das Gelände ist, und je mehr man die Hauer verwendet, desto gebogener soll euer Modell sein.

Ideale Länge

Vereinfacht dargestellt lässt sich sagen. Je flacher das Gelände, desto länger kann ein Pickel sein. Für Hochtouren empfehlen wir euch eine Länge um die 65cm.

Die ideale Länge für euch könnt ihr so feststellen. Stellt euch gerade hin und lasst die Arme seitlich am Körper hängen. Die ideale Länge reicht von der Handfläche bis zum Knöchel.

Je steiler dann das Gelände wird, desto kürzer werden die Modelle. Klassische Eispickel für steile Rinnen z.B. sind in der Regel um die 50cm lang.

Mini Modelle

Mit den Mini Modellen Prinz bzw. Prinzessin von Austrialpin, führen wir zwei interessante Mini Eispickel im Sortiment. Diese richten sich zum einen an alle, die sporadisch einen Pickel bei Altschneefeldern, bei kurzen Gletscherpassagen oder bei Skitouren benötigen.

Folglich dienen diese Pickel einerseits nur dazu, sie für kurze Strecken zu nutzen. Wie z.B. bei kleinen Schneeflanken oder kurzen Plankeis Stellen. Und zum anderen, um sich im Falle eines Ausrutschen gleich Halten zu können. Wie beispielsweise bei Abfahrten in steilen Rinnen oder bei Bergtouren auf Altschneefeldern. Diese Produkte sind keine vollwertigen Pickel!

Was für diese Produkte spricht sind:

  • geringstes Packmaß
  • niedriges Gewicht
  • ideal bei sporadischem Bedarf an einem Pickel bei kurzen Passagen
Das Bild zeigt den Austrialpin Prinzessin Mini Eispickel mit schwarzer Stahklinge und rotem Kunststoffgriff.
Das Austrialpin Prinz ist ein Beispiel für ein Mini Modell mit gerade einmal 36cm Länge.

Leichtpickel

Leichtpickel sind – nomen est omen – Modelle mit geringstem Gewicht. Sie werden in der Regel dort verwendet, wo ein „normales“ Modell mit durchschnittlicher Größe und Gewicht nachteilhaft ist.

  • bei sehr langen Alpintouren
  • wenn man nicht weiß, ob man überhaupt einen Pickel brauchen wird
  • für den Skialpinismus wenn es um geringstes Gesamtgewicht der Ausrüstung geht

Dieser Produkttyp zeichnet sich in der Regel durch eine reduzierte Größe um die ca. 45-55cm aus. Des weiteren durch geringstes Gewicht. Der Climbing Technology Agile z.B. kommt gerade einmal auf 220 Gramm. Der Petzl Ride auf äußerst bescheidene 240 Gramm. Schwerer Modelle wie der Edelrid Attila Lite landen bei 420 Gramm.

Um dieses Gewicht zu erreichen, hat man es hier sowohl mit stark reduzierten Features als auch leichten Materialien zu tun. D.h. einfache Formen, kurze Schäfte und Hauen aus Aluminium sind die Norm.

So fehlen hier in der Regel alle Zusatzfeatures. Gummigriffe, extra Stahl Dorne am Schaft Ende, Handschlaufen und jegliche Verstärkungen am Schaft. Das geringe Gewicht bedingt eine extrem kleine Schwungmasse. Folglich sind diese Modelle nicht zum traditionellen Eisklettern geeignet.

Was für diese Produkte spricht:

  • gut zum Einstecken in den Schnee beim „Stapfen“ in Rinnen
  • beim Ausrutschen im steileren Gelände ideal für „Arrest“ Haltung
  • das sporadische Schlagen von Stufen und Entfernen von Schnee auf Griffen / Tritten
  • zum Befreien der Ausrüstung wie Skitourenschuhe oder Steigeisen vom Schnee
  • geringes Packmaß
  • niedriges Gewicht
Das Bild zeigt den Climbing Technology Agile Eispickel mit orangem Schaft und silberner Haue in einem weißem Quadrat.
Der CT Agile ist mit nur 220 Gramm der leichteste Pickel in unserem Sortiment.

Klassischer Hochtouren Eispickel

Diese Modell zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ein eher gerades Design haben. Somit können sie sehr gut als „Stock“ verwendet werden, wenn man lange marschieren muss bzw. das Gelände eher mäßig steil ist.

Des weiteren gibt es diese Modelle in mehreren Längen. Damit ist garantiert, dass man je nach Körpergröße die ideale Länge für sich verwendet.

„Als Faustregel gilt. Wenn ihr die Arme seitlich am Körper nach unten gebt, dann soll der Dorn des Hochtourenpickel dort sein, wo der Schuh beginnt. Also in etwa 15cm über dem Knöchel.“
Armin Fuchs: – Alpinschule Animont und bolting.eu Pro Deal Partner

Klassische Hochtourenpickel gibt es erstens als sogenannnte „Ultralight Modelle“. Das sind Produkte, welche zur Gänze aus Alu und entsprechend leicht sind. Wie z.B. der Stubai Tour Ultralight oder der Petzl Glacier Literide. Sie sind vollwertige Hochtouren Modelle, eben nur sehr leicht.

Das Bild zeigt den türkisen Petzl Glacier Literide Eispickel aufrecht in einem weißem Quadrat. Die Haue schaut nach rechts.
Der Petzl Gacier Literide ist ein klassischer Hochtourenpickel in „ultralight“ Ausführung.

Die massivere Ausführung wären zweitens die klassischen Modelle. Sie haben in der Regel einen Schaft aus Alu und eine Haue aus Stahl. Wie z.B. Petzl Glacier oder der Climbing Technology Alpin Tour L.

Folglich unterscheiden sie sich gegenüber den ultraleichten Modellen vor allem durch die Schwungmasse. Oder anders formuliert. Die schwereren Pickel sind zum Schlagen von Stufen etwas effektiver und lassen sich bei steilen Passagen auch leichter in festes Eis einschlagen.

Das Bild zeigt den Climbing Technology Alpin Tour L Eispickel mit grauem Schaft und oranger HAue in einem weißem Quadrat.
Der CT Alpin Tour Tech ist ein Paradebeispiel für ein klassisches Hochtouren Modell. Langer Schaft, Kopf aus Stahl und einen soliden Dorn zum Abstützen.

Ansonsten teilen sich alle Hochtouren Eispickel diese gewünschten Eigenschaften:

  • ideal als „Stock“
  • sehr gut zum Schlagen von Stufen
  • können perfekt als „Toter Mann“, auch T-Anker genannt bei der Spaltenbergung eingegraben werden
  • in mehreren Längen erhältlich, passend zu eurer Körpergröße
  • sehr gutes Verhalten beim „Arretieren“ bei Abrutschen in steilen Passagen

Allroundpickel

Allroundpickel sind etwas kürzer gehaltene, leicht gebogene Eispickel für abwechslungsreiches Gelände. D.h. zum einen unterschiedlich steile Passagen wie z.B. flache Gletscher, steilere Firnhänge und noch steilere Rinnen. Und zum andern unterschiedliche Bedingungen, wie Firnauflage, höherer Neuschnee oder Plankeis.

Aus diesem Grund sind solche Pickel wie der Austrialpin G-Light, der Edelrid Attila oder Petzl Summit Evo mit einer Haue aus Stahl ausgestattet. Denn die größere Masse erlaubt ein intensiveres Einschlagen der Haue in festes Eis.

Die etwas längeren Schäfte garantieren sicheres Stapfen in Rinnen, gelegentliches Abstützen und eine saubere Ausholbewegung beim Schlagen von Stufen.

Zusammengefasst nochmals die Stärken der  Allround Modelle:

  • mittlere Längen für gelegentlichen Einsatz als Stock
  • Hauen aus Stahl für festes Einschlagen in hartes Eis
  • gebogener Schaft für steilere Passagen
  • gut als „Toter Mann“ zu verwenden
  • solide Ausholbewegung beim Schlagen von Stufen
  • sehr gutes „Arretieren“ beim Abrutschen
Das Bild zeigt den orange-schwarzen Petzl Summit Evo Eispickel aufrecht in einem weißem Quadrat.
Allround Modelle wie der Petzl Summit Evo haben sehr gute, ausgewogene Eigenschaften.

Modelle für modernen Alpinismus

Die letzte Kategorie unserer subjektiven Einteilung stellt die Eispickel vor, welche für den modernen Alpinismus gedacht sind. Bei ihnen ist die Grenze zu spezialisierten Eisgeräten teilweise fließend.

D.h. sie haben teilweise Eigenschaften, welche man eher schon von Modellen für das reine Eisklettern kennt. Wie beim CT Dron+, Attila Tec oder dem Petzl Sum´Tec.

Diese Entwicklung ist dem modernen Alpinismus geschuldet, bei welchem schnelle Begehungszeiten, sehr steiles Terrain und Mixed Kletterei mit Pickeleinsatz zum Alltag gehören.

Folglich zeichnen diese Eigenschaften solche hochwertigen Modelle aus:

  • werden bereits als Paar verwendet – kein einzelner Pickel mehr
  • aggressivere Hauen aus Stahl
  • Köpfe teilweise mit modularem System (mehre Hauen und Aufsätze kombinierbar)
  • eigene Kunststoffgriffe
  • teilweise Finger- bzw. Handauflagen (einklappbar)
  • Verwendung mit Handschlaufen
Das Bild zeigt den Climbing Technology Dron+ Eispickel mit orangem Schaft, schwerzer Haue und Handschlaufe auf einem weißem Quadrat.
Die Grenze zwischen Eispickel und spezialisiertem Eisgerät ist bei den modernen Pickeln sehr fließend.

Eispickel aus Österreich – eine nachhaltige Entscheidung!

Wir wollen einen ernsthaften Beitrag zu einem nachhaltigeren Wirtschaften leisten. Deshalb bieten wir auch einige Eispickel aus Österreich an.

Zum einen von Stubai Bergsport. Zum andern von Austrialpin. Denn erstens wird hier bei der Produktion besonders auf ökologische bzw. soziale Standards geachtet. Zweitens ist der Transportweg besonders kurz. Vom Stubaital zu bolting.eu in Innsbruck sind es gerade einmal 10km. D.h. Einsparung von sehr viel Co2. Und drittens findet die gesamte Wertschöpfung in Österreich statt.

Weshalb also ausschließlich Produkte bestimmter Marken mit Produktion in China importieren? Wir halten das für keine gute Idee und hoffen ihr tut das auch. Deswegen bieten wir euch hier diese nachhaltige Option.

Das Bild zeigt drei verschiedene Eispickel. Von links nach Rechts sind auf einem weißem Quadrat zu sehen: ein roter Alu Leichtpickel, ein gelber Hochtourenpickel sowie ein weiß-roter Stahl Eispickel.
Nachhaltig produzierte Eispickel aus Österreich von Austrialpin und Stubai Bergsport. Super funktionell, absolut preiswert und vor allem nachhaltig!

Handschlaufen

Wir empfehlen Handschlaufen für Eispickel nur in Sonderfällen. Denn wenn man nur einen Pickel verwendet, ist das problemlose Wechseln von einer Hand zur anderen viel einfacher. Wer im Gelände abrutscht, greift reflexartig ohnehin kräftig um den Schaft.

Zu empfehlen sind Handschlaufen jedoch in diesen Fällen:

  • bei Gletschertouren mit dem Risiko eines Spaltensturzes
  • wenn zwei Pickel zeitgleich verwendet werden
  • bei Skiabfahrten
Das Bild zeigt eine Hand mit der umschlossenen Petzl Linkin schwarze Handschlaufe und einem grauen Eispickel auf einem weißem Quadrat.
Handschlaufen sind nicht immer nötig. Vor allem wenn nur ein Pickel verwendet wird. Bei Gefahr von Spaltenstürzen und bei zwei Pickeln zeitgleich machen sie aber absolut Sinn.

Wartung und Pflege der Eispickel

Vergesst nicht: eure Pickel sind Ausrüstungsgegenstände aus Metall!

D.h. sie sind einer entsprechenden Abnützung unterworfen und können zudem auch rosten. Damit diese Prozesse keine funktionellen Einschränkungen oder sogar Gefahren mit sich bringen, sollte man seine Ausrüstung entsprechend pflegen.

Erstens sollte man deswegen immer einen Eispickel Schutz verwenden. Zweitens seine Pickel, ebenso wie die Steigeisen und Eisschrauben, niemals in nassem Zustand einlagern. Und drittens müssen die Hauen von Zeit zu Zeit nachgeschliffen werden.

Das Bild zeigt eine Grafik zur Übersicht der Eispickel Schutz Produkte. Drei Schutzkappen Typen sind nebeneinander zu sehen. Darunter die Herstellernamen.
Wer einen Schutz für die Hauen bzw. Dorn verwendet, wird wesentlich länger Freude an seiner Ausrüstung haben.
Literaturhinweise:

FAQ´s

Was ist die ideale Länge für Eispickel?

Je nach Gelände bzw. Anwendungsgebiet empfehlen sich unterschiedliche Längen. Für Hochtouren mit langen Gehpassagen empfehlen sich Modelle um die 65cm, die auch als „Stock“ verwendet werden können. Je steiler das Gelände wird, desto kürzer und gebogener werden die Modelle. Für steile Eisrinnen sind die Pickel meist um die 50cm – 55cm lang. Skialpinisten verwenden oft sehr kleine Modelle um die 45cm oder kürzer, die im Rucksack verstaut werden können.Das Bild zeigt den silbernen Petzl Sum´Tec Eispickel mit schwarzer HAue und einer Fingerauflage am Schaft. Die Haue steht nach rechts.

Unterschied gerader und gebogener Eispickel?

Je mehr man bei einer Gletschertour oder Hochtour gehen muss, desto besser sind gerade Pickel. Denn man kann sie – die passende Länge vorausgesetzt – kraftsparender als „Stock“ verwenden. Je steiler das Gelände wird, desto vorteilhafter sind gebogene Pickel. Z.B. wenn man die Haue zum Einschlagen ins Eis verwendet, bzw. den Schaft in Rinnen in den Schnee rammt.

Wofür verwendet man einen Schaufelaufsatz auf einem Eispickel?

Die Schaufel dient zum Schlagen von Tritten, zum Freiräumen von verschneiten bzw. vereisten Griffen sowie zum Putzen der Gletscheröberfläche, wenn man z.B. für das Eisschrauben setzen bis auf das Plankeis kommen will.

Wofür ist ein Hammeraufsatz auf einen Eispickel?

Ein Hammeraufsatz ist dann empfehlenswert, wenn man im steilen „Mixed Gelände“ unterwegs ist und dort Felshaken zur Absicherung einschlagen möchte. Für normale Hochtouren / Gletschertouren ist ein Hammerkopf nicht sinnvoll.