Kletterseil

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Ohne Kletterseil geht bei unserem Lieblingssport gar nichts. Und genau deswegen wollen wir euch im Folgenden zum Thema Seile zum Klettern umfangreich über dieses so wichtige Produkt informieren.

Das Bild zeigt ein grünes Kletterseil von Beal in der Originalverpackung
Ohne sie geht im Klettersport gar nichts – die Seile!

Denn bei dynamischen „Stricken“ gibt es unglaubliche viele Details die wissenswert sind. Zum einen solche, die für die Kaufentscheidung von großem Belang sind. Und zum andern jene, über welche man durchaus einmal gehört haben sollte.

Weißt du z.B. wie lange die maximale Aufbewahrungsfrist von Kletterseilen ist?

In diesem Sinne hoffen wir ihr könnt viel Wichtiges nachlesen. Damit ihr bei der Auswahl, der Verwendung und der Wartung kompetent informiert seid!

Geschichte der modernen Kletterseile

Bis in die 1940er Jahre gab es ausschließlich unspezifische Hanfseile. D.h. sie wurden für alle erdenklichen Anwendungen verwendet. Wie z.B. in der Schifffahrt, für Handwerk und eben auch zum Klettern.

Dabei gab es drei unterschiedliche Fertigungsmethoden. Erstens die sogenannten „gedrehten Hanfseile“. Das waren aus langen Hanffasern „zusammengedrehte“ Seile. Zweiten gab es die „Lütznerseile“. Das waren ebenfalls Produkte aus Hanf, welche jedoch spiralförmig geflochten wurden. Und drittens gab es sogenannte „Seelenseile“ aus reiner Naturseide.

Erst im 2. Weltkrieg entstanden dann im Zuge der (Kriegs)Materialentwicklung die ersten Modelle auf Basis von Erdöl in den USA. Nämlich aus Nylon, das ist ein spezielles Polyamid bzw. ein Handelsname (wie z.B. auch der Handelsname „Perlon“).

Das „Kletterseil“ im eigentlich Sinn entstand dann erst 1953. Die Firma Edelrid in Deutschland entwickelt das revolutionäre „Kernmantelseil“. Hierbei wird zum einen erstmals ein bergsportspezifisches Produkt vollständig aus synthetischen Fasern hergestellt. Und zum anderen wird um einen Kern ein schützender Mantel geflochten.

1964 setzt der deutsche Hersteller nochmals eines drauf und präsentiert das erste „Multi Sturz Seil“. Das Dynamikseil in seiner heutigen Form war geboren!

Aufbau von modernen Seilen

Alle heutigen Kletterseile sind aus Polyamid Fasern geflochten. Zudem sind alle Modelle auch Kernmantelseile. D.h. um einen Kern aus einzelnen Litzen befindet sich ein schützender Kern.

Im Laufe der Zeit haben unterschiedliche Hersteller für diesen grundsätzlichen Aufbau unterschiedliche Fertigungstechniken entwickelt. Wie z.B. der Marktführer Beal, welcher das Unicore Verfahren erfunden hat. Hierbei werden Kern und Mantel miteinander verwoben.

Ein interessantes Konzept verfolgt z.B. Millet. Denn bei den „Triaxial“ Modellen werden drei Litzenstränge im Kern geführt, was bei Beschädigung mehr Redundanz schaffen soll.

Neben den Produktionsverfahren für den Kern bzw. Kern-Mantel, gibt es unzählige Bezeichnungen für die Produktionsverfahren des Mantels. Dabei können sich die Namen der Produktionsverfahren auf das Verweben von unterschiedlichen Fasern beziehen, verschiedenen Dichten des Mantels aus gleichen Fasern, usw..

Es ist aber nicht nur der Aufbau der bei einem „Kletterstrick“ eine große Rolle spielt. Es sind vor allem auch chemische „Imprägnierungen“ und thermische Behandlung die wesentlich zu den Eigenschaften eines Seiles beitragen.

Moderne Seilproduktion

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, wie Kletterseile eigentlich produziert werden? Nein?!?

Dann ist das folgende Video ja vielleicht richtig interessant für euch. Es zeigt die gesamten Schritte der Produktion. Von der Herstellung der Garne bis hin zum einsatzbereiten Produkt für eure Kletterausrüstung!

Kletterseil Typen

Die Einteilung bzw. Spezifikationen für Seile sind in der EN 892 Norm geregelt.

Dabei werden folgende Typen von Seilen zum Klettern unterschieden:

  • Einfachseile
  • Halbseile
  • Zwillingsseile a.k.a. „Doppelseile“

Der jeweilige Typ muss direkt am Produkt (Plastik Hülse mit Label darunter an den Seilenden!) sowie auf der Verpackung markiert sein. Eines der folgenden Symbole muss angebracht sein.

Das Bild zeigt das Symbol für Einfachseile. Einen schwarzen Kreis mit einer Eins darin.Das Bild zeigt das Symbol für Halbseile. Einen Schwarzen Kreis mit dem Ein-Halb-Symbol darin. Das Bild zeigt das Symbol für Doppelseile. Einen schwarzen Kreis mit zwei überlappenden Kreisen.

Einfachseile

Dieser Typ wird immer im Einzelstrang verwendet. D.h. sowohl Vor- als auch Nachsteiger sind nur mit einem Strang eingebunden.

Dieser Typ wird meist mit Durchmessern von 8,9 mm bis ca. 10,5mm hergestellt. Dabei beläuft sich das Gewicht im Schnitt um die 60 Gramm. Das dünnste bzw. leichteste Einfachseil der Welt ist derzeit das Beal Opera mit 8,5mm bzw. 48 Gramm / Meter.

Dieser Produkttyp wird für eine Reihe von Kletter- und Bergsportaktivitäten verwendet. Weiter unten im Artikel stellen wir die spezifischen Disziplinen und die am besten dafür geeigneten Kletterseile vor!

Das Bild zeigt einen Kletterer an einem grünen Kletterseil in einem Überhang über einem Wald.
Einfachseile sind der Standard beim Sportklettern. Foto: bolting.eu

Halbseile

Dieser Typ wird vor allem für alpine Klettereien bzw. Mehrseillängenrouten verwendet. Denn er bietet zum einen Redundanz beim Klettern im Vorstieg durch die zwei Stränge. Und zum anderen kann mit zwei Strängen die volle Länge abgeseilt werden. In der Regel beträgt die Länge 50m oder 60m.

Moderne Produkte haben normalerweise einen Durchmesser von 7,8 bis 8,8mm. Das durchschnittliche Gewicht beträgt ca. 45 Gramm / Meter. Das derzeit dünnste bzw. leichteste Halbseil der Welt ist das Edelrid Skimmer mit 7,1mm bzw. 36 Gramm.

Mit diesem Seiltyp wird ein Vorsteiger also mit beiden Strängen gesichert.

Allerdings können die einzelnen Stränge unabhängig voneinander in separate Sicherungslinien eingehängt werden. Wie z.B. bei Querungen mit anschließendem vertikalen Ausstieg, bei komplizierten Trad Routen usw…

Mit Halbseilen können zudem zwei Nachsteiger unabhängig voneinander gesichert werden. Vorausgesetzt man hat das passende Sicherungsgerät. Wie z.B. ein Petzl Reverso oder einem Mega Jul um zwei mögliche Modelle zu nennen.

Das Bild zeigt eine Klettererin beim Abseilen mit Halbseilen in einer hohen Wand mit Nebel darunter.
Halbseile bieten vor allem im alpinen Gelände viele Vorteile, wie eine sehr lange Abseilstrecke. Bild: bolting.eu

Zwillingsseile

Dieser Typ wird immer im Doppelstrang in jede Zwischensicherung eingehängt. Folglich wird ein Vorsteiger und nur ein Nachsteiger mit diesem Doppelstrang gesichert.

Es gibt aus verständlichen Gründen nur mehr sehr wenige „reine“ Zwillingsseile am Markt. Denn sie haben meist auch das Zertifikat als Halbseile.

Wichtigsten Begriffe zum Thema Kletterseil

Im Zuge der Beschreibung von Seilen zum Klettern fallen immer wieder die selben Begriffe. Deshalb stellen wir euch im Folgenden die wichtigsten Bezeichnung vor.

Fangstoß

Es ist ein einfaches physikalisches Prinzip. Wenn eine Masse herunter fällt, dann nimmt sie Energie auf. So ist es auch beim Klettern im Falle eines Sturzes.

Stürzt ein Kletterer, so nehmen das sich dehnende Seil, der Sicherer und der Körper des Stürzenden diese Energie auf. D.h. die Fallenergie überträgt sich auf die Sicherungskette. Als Stürzender spüren wir das ganz deutlich durch einen „Ruck“ der unseren Fall zum Stoppen bringt. Das ist der „Fangstoß“.

D.h. der Fangstoß ist die maximal auf den „Kletterstrick“ wirkende Kraft am Anseilpunkt bei einem Sturz. In der Regel bewegt sich der Fangstoß bei modernen Seilen zum Klettern irgendwo um die 8 kN bei Sturzfaktor 1.

Sturzfaktor

Der Sturzfaktor ist eine weitere wichtige Größe wenn man über die Eigenschaften von Kletterseilen diskutiert. Der theoretische Wert ist das Verhältnis aus Sturzhöhe und ausgegebener Seillänge in Metern.

F = Sturzhöhe / ausgegebenes Seil

Die Kletterer sprechen auch von einem „weichen“ oder „harten“ Sturz. Was sie meinen ist ein „kleiner “ Sturzfaktor mit einem geringen Fangstoß bzw. „großer“ Sturzfaktor mit großem Fangstoß.

Beachtet dabei. Die Härte eines Sturzes ist nicht von der Sturzhöhe abhängig, sondern vielmehr von der ausgegebenen Seillänge!

Das Bild zeigt einen Kletterer in den Dolomiten bei einem Sturz vor hellem Himmel.
Der „Fangstoß“ und der „Sturzfaktor“ sind wichtige Begriffe beim Klettern mit denen man sich beschäftigt haben sollte! Bild: bolting.eu

Kletterseile Gebrauchsdehnung

Die Gebrauchsdehnung ist quasi das Maß für die Elastizität bei statischer Belastung mit 80kg. Lt. EN 892 darf diese bei Einfachseilen bzw. Zwillingsseilen 10% und bei Halbseilen 12% nicht überschreiten. In der Regel liegt dieser Wert um die 6% – 7%. bzw. bei Halbseilen um die 8%-9%.

Vereinfacht dargestellt bedeutet dies. Bei einer Gebrauchsdehnung von 6% dehnt sich ein 50m Seil bei einem 80kg schweren Kletterer um 3m.

Mantelverschiebung

Die EN 892 Norm verlangt eine Mantelverschiebung nicht nicht mehr als 1%. Hierfür wird bei der Normprüfung ein Seilstück durch eine Vorrichtung gezogen, welche genau diese Mantelverschiebung bewirken will.

Normstürze

Unter einem Normsturz versteht man die Anzahl von Stürzen, welche ein Kletterseil mindestens aushalten muss. Die genormten Bedingungen für diesen test sehen einen Sturz eines Gewichtes von 80kg (Einfach- und 2 Stränge Zwillingsseile) sowie 55kg (getestet wird ein Strang Halbseil) über einen 5mm großen Radius aus 5m Höhe vor.

Die Fallhöhe beträgt somit 10m. Der Sturzfaktor ist 1,7.

Seiltyp Fangstoß max. Sturzzahl mind.
Einfachseil 12 kN 5
1 Strang Halbseil 8 kN 5
2 Stränge Doppelseile 12kN 12

Imprägnierungen

Imprägnierungen sind ganz entscheidend für die Eigenschaften eines Kletterseiles. Denn chemische Behandlungen können diese Eigenschaften wesentlich beeinflussen:

  • Wasseraufnahme: Imprägnierungen wie „Golden Dry“ u. Ä. verhindern die Aufnahme von Wasser. Somit bleiben Fasern leicht und verändern auch ihre Dehneigenschaften nicht;
  • Rauhigkeit der Oberfläche: Imprägnierungen können bewusst eingesetzt werden, um die Griffigkeit des Mantels zu erhöhen, da eine zu glatte Oberfläche gefährlich sein kann (Durchrutschen im Sicherungsgerät)
  • Schmutzaufnahme: eine chemische Behandlung kann die Fasern sowohl im Kern als auch Mantel vor dem Eintritt feinster Staubteilchen schützen. Diese können die Fasern schlimmstenfalls „aufreiben“ und brechen lassen.

D.h. imprägnierte Seile haben deutlich bessere Eigenschaften. Vor allem im Alpinismus sollte man auf eine hohe Qualität setzen. Denn gerade hier sind Wasseraufnahme, Schmutzabweisung und Handling ganz wichtige Faktoren.

Desto simpler der Anwendungszweck ist, desto eher wird man mit günstigeren, unbehandelten Produkt das Auslangen finden.

Das Bild zeigt einen Eiskletterer in der Mitte eines großen Eisvorhanges.
Besonders beim Eisklettern sind Produkte mit starken Imprägnierungen sehr wichtig! Bild: bolting.eu

Lebensdauer Kletterseil

Die Lebensdauer eines Produktes hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.:

  • grundsätzliche Qualität (Fertigung, Imprägnierungen, therm. Behandlungen)
  • Häufigkeit der Verwendung
  • Intensität der Verwendung
  • Anzahl der Stürze
  • ob „hart“ oder „weich“ gesichert wird
  • Verschmutzung
  • Gelände (steil = weniger Abrieb, flach = mehr Abrieb)
  • Verwendung indoor oder outdoor
Empfehlungen zur Seil Lebensdauer
Verwendungshäufigkeit ungefähre Lebensdauer
nie benutzt maximal 10 Jahre
selten benutzt: 1-2x im Jahr bis zu 7 Jahre
gelegentlich benutzt: einmal pro Monat bis zu 5 Jahre
regelmäßig benutzt: mehrmals im Monat bis zu 3 Jahre
häufig benutzt: jede Woche bis zu 1 Jahr
ständig benutzt: fast täglich weniger als 1 Jahr

Tabelle übernommen aus: Bergauf 04.2021

Eine sehr interessante Master Arbeit zu diesem Thema ist jene von Walter Siebert.

Unter dem Licht seiner Forschungsergebnisse sind diese Standard Empfehlungen in einem etwas anderen Blickwinkel zu sehen. Unserer persönlichen Erfahrung nach kommen seine Erkenntnisse den praktischen Erfahrungen näher als die o.a. Werte. Denn er kommt in seiner wissenschaftlichen Publikation zu dem Ergebnis, dass die Zeit alleine kein Kriterium für das unbedingte Ausscheiden ist!

Wann muss man ein Seil ausscheiden?

Der „normale“ Verschleiß und das Alter eines Seiles können zum Ausscheiden eines Seiles führen. Hierfür raten wir euch zu einer regelmäßigen optischen und haptischen Kontrolle. D.h. ihr müsst euer kletterseil immer wieder mal durch die Hände laufen lassen und dabei das Seil mit Augen und Händen inspizieren.

Fallen euch diese Zustände auf, ist das Produkt auszuscheiden bzw. zumindest abzuschneiden:

  • aufgebrochener Mantel
  • stark verfilzter Mantel
  • spürbare Beschädigung im Kern (anderer Durchmesser, viel weicher, fühlbares „Loch,…)
  • sicht- und spürbare Schmelzspuren
  • „fertige“ Seilenden: Beachtet! Wer seinen „Kletterstrick“ abschneidet, verändert die tatsächliche Seilmitte. D.h. die Mittelmarkierung ist dann sehr wahrscheinlich nicht mehr gültig!

Darüber hinaus gibt es Dinge, die niemals passieren sollten. Dazu gehören:

  • lange Lagerung direkt in der Sonne, wie z.B. im Auto bei beschienenem Kofferraum
  • Trocknen direkt auf einer Heizung oder neben einem Lagerfeuer
  • Kontakt mit Benzin, Säuren oder anderen Chemikalien („Rumliegen in der Garage“)
  • Verwahrung direkt neben sehr scharfen Gegenständen wie Äxten, Messer, Sägen,…
Das Bild zeigt eine Klettererin in einer grauen Dolomitenwand und an einem Kletterseil mit zwei Strängen gesichert.
Die Lebensdauer hängt stark von einigen Faktoren ab, wie die Intensität der Verwendung. Hier ein stark beanspruchtes Zwillingsseil in den Dolomiten. Bild: bolting.eu

Ein Kletterseil und sein Durchmesser

Seid euch beim Seilkauf immer darüber bewusst. Der Durchmesser hat sehr große Auswirkungen auf seine Verwendung und umgekehrt!

D.h. man sollte sich beim Kauf genau vor Augen halten, was man überhaupt will.

Deshalb wollen wir im Folgenden eine Auflistung diverser Seildurchmesser machen und dazu angeben, wofür sich solche Dimensionen besonders gut eignen.

Einfachseile 8,5mm bis 9mm

Diese dünnen und sehr leichten Kletterseile haben zwei Einsatzbereiche.

Zum einen natürlich die Verwendung beim schweren Sportklettern. Wer in einer sehr schweren Routen 40m über dem Boden noch klippen muss, ist froh um jedes Gramm das er nicht „nachziehen“ muss. Deswegen sind dünne „Rennkabel“ eine gute Wahl für „Crusher“ und „Projektkletterer“.

Beachtet jedoch! Bei sehr dünnen Modellen muss man auch das passende Sicherungsgerät verwenden bzw. ggf. das Handling entsprechend anpassen. Für Anfänger sind extrem dünne Durchmesser gar keine gute Wahl da sie viel Erfahrung beim sicheren Handling brauchen.

Zum anderen sind dünne Seile mit Längen von 40-50m aber auch eine gute Wahl für Hochtouren. Denn ein geringes Gewicht ist auch hier von großem Vorteil. Zudem sind z.B. Spaltenstürze kein Problem für alle modernen Einfachseile.

das Bild zeigt einen Kletterer in einem Überhang wie er an einen Griff schnappt.
In extrem schweren Routen sind sehr dünne Einfachseile durch ihr Gewicht und kleinen Durchmesser (wenig Reibung) von großem Vorteil! Bild: Rainer Eder

Einfachseile von 9mm bis 9,8mm

Dieser Durchmesser Bereich ist ideal zum Sportklettern. Denn einerseits bedeutet ein dickerer Durchmesser eine bessere Funktionstüchtigkeit bei allen gängigen Sicherungsgeräten. Egal ob GriGri2, Austrialpin Fish, Camp Matik oder ClickUp, diese Dimension passt überall gut.

Und andererseits bedeuten dickere Modelle in der Regel auch eine längere Lebensdauer. Denn hier sind ganz einfach mehr Fasern (v.a. im Mantel!) vorhanden, welche belastet werden können.

Kletterseil 9,8mm bis 10,5mm

Solche eher dicken „Stricke“ sind in der Regel etwas für die Kletterhalle. Denn hier sorgen viele Abseilvorgänge, eine hohe Anzahl an Top Rope Begehungen und die extrem scharfen Wandpaneele bzw. Griffe für enorme Belastungen.

Einsatzbereiche Einfachseile
Durchmesser empfohlene Länge
schweres Sportklettern 8,5mm – 9mm 70m oder 80m
Sportklettern 9mm – 9,6mm 70m oder 80m
Hochtouren 9mm – 9,6mm 40m oder 50m
Kletterhalle 9,6mm – 10,5mm 40m bis 50m

Seil kürzen

Wie man am besten seinen „Kletterstrick“ abschneidet könnt ihr in unserer Anleitung „Kletterseil kürzen“ nachlesen.

Dort findet ihr übersichtlich alle Schritte zum sauberen abtrennen bzw. Absengen des neuen Seilendes.

Das Bild zeigt vier Utensilien zum Kletterseil kürzen auf einer Holzplatte. Ein grünes Seil, ein Messer ein Klettertape und ein rotes Feuerzeug.
Wie man seinen „Kletterstrick“ kürzt erfährst du in unserer separaten Anleitung!

Waschen? Ja natürlich!

Wer seinem Seil etwas Gutes tun will, der sollte es regelmäßig waschen. Denn das spült zum einen die feinen Sandpartikel aus dem Mantel und schon somit den tragenden Teil. Zum anderen reinigt man aber auch den Mantel. D.h. weniger graue Hände vom Abrieb an den Karabinern und ein besseres Handling.

Wer es ganz schnell machen will. Einfach euren „Kletterstrick“ mit lauwarmen Wasser in der Badewanne mit einem Seilwaschmittel ausspülen und dann an einem schattigen Ort trocknen lassen.

FAQ´s zum Thema Kletterseil

Woraus besteht ein Kletterseil?

Moderne Seile zum Klettern bestehen aus Polyamid Fasern die chemisch und thermisch behandelt werden, um den hohen Anforderungen Stand zu halten.
Um die sogenannten „Kernmantelseile“ herzustellen, werden die Fasern zuerst zu „Litzen“ für den Kern versponnen. Je nach Hersteller und Fertigungsprozess können zwischen drei und zwölf solcher Litzen den Kern bilden.
Außen herum wird ein schützender Mantel hinzugefügt. Der Hersteller Beal stellt Kletterseile im „Unicore“ Verfahren her, wo Kern und Mantel gänzlich verwoben sind.Das Bild zeigt das Edelrid Boa Gym Hallenseil. Der verpackte, grüne Seilstrang ist aufrecht in Bildmitte zu sehen. Um die Mitte das schwarze Verpackungslabel.

Was ist das leichteste Einfachseil der Welt?

Das leichteste Einfachseil der Welt ist das Beal Opera Golden Dry mit 8,5mm Durchmesser und nur 48 Gramm pro Meter.

Was ist das leichteste Halbseil der Welt?

Das leichteste Halbseil der Welt ist das Edelrid Skimmer Eco Dry mit 7,1mm Durchmesser und nur 36 Gramm Gewicht pro Meter.

Was ist ein Zwillingsseil?

Ein Zwillingsseil – auch Doppelseil genannt – ist ein Seil zum Alpin- oder Eisklettern mit zwei Strängen. Es müssen immer beide Strängen in die Zwischensicherung gehängt werden. An diesem Doppelstrang klettern immer nur ein Vorsteiger bzw. ein Nachsteiger.
Zwillingsseile mit sind mit dem Symbol von zwei sich überlappenden Ringen gekennzeichnet, tragen das EN 892 Zertifikat und eine 4stellige CE Kennzahl.

Was ist ein Halbseil?

Ein Halbseil ist ein Seil mit zwei Strängen zum Alpin- und Eisklettern. Diese Stränge können unabhängig voneinander in separate Sicherungslinien eingehängt werden. An einem Halbseil klettert nur ein Vorsteiger. Im Nachstieg kann an jedem Strang aber ein Nachsteiger gesichert werden. Halbseile sind mit dem Symbol 1/2 in einem Kreis gekennzeichnet, tragen das EN 892 Zertifikat und eine 4stellige CE Kennzahl.

Was ist ein Einfachseil?

Ein Einfachseil ist ein Seil zum Klettern, welches für einen Vorsteiger und ggf. einen Nachsteiger gedacht ist. Diese Seile sind mit der Zahl 1 in einem Kreis gekennzeichnet, tragen das EN 892 Zertifikat und eine 4stellige CE Kennzahl.