Klemmkeile

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Du suchst Klemmkeile für deine Kletterausrüstung? Dann bist du bei bolting.eu genau richtig! Denn wir bieten eine große Auswahl beim Thema „Keile Klettern“ für alle vertikalen Abenteuer.

Das Bild zeigt einen Satz bunter Klemmkeile. In einem Fächer sind elf unterschiedliche Größen zu sehen.
Ein Set Klemmkeile von Climbing Technology. Man erkennt perfekt die Bestandteile Alu-Kopf und Drahtschlinge.

Im Folgenden haben wir viel wissenswerte Infos zum Thema zusammengestellt.

Damit hoffen wir Euch einerseits einen tollen Überblick zu geben. Und zum anderen die Kaufentscheidung etwas zu erleichtern.

Denn es gibt extrem viel Auswahl am Markt. Je nachdem was ihr vorhabt, ist für euch noch ein Teil davon relevant. Seid ihr hingegen Spezialisten, werden ihr euch mehr Klemmkeil Typen zulegen müssen. Beispielsweise für Eure Bigwall Ausrüstung.

Was ist ein Klemmkeil?

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes „passives“ Sicherungsmittel beim Klettern.

Ein Keil besteht aus zwei Bauteilen. Erstens einem Kopf aus Aluminium. Bei großen Keilen verwendet man ein etwas weicheres Alu. Somit kann sich der Fels leichter in das Metall „beißen“ was für besseren Halt sorgt. Kleine Keile hingegen werden aus gehärtetem Alu hergestellt. Dadurch sind die kleinen Köpfe, die großen Beanspruchungen ausgesetzt werden, besonders widerstandsfähig.

Und zweitens einem verzinkten Stahldraht. Dieser wird durch „Verpressen“ einer Metallmanschette fixiert bzw. eine Karabinerschlaufe angebracht.

An der Verpressung wird in der Regel die Produkt Markierung unter einer durchsichtigen Plastikhülle angebracht. Diese enthält meist folgende Angaben:

  • Marke
  • Normangabe
  • Bruchlast
  • Keil Größe
  • markenspezifische Testverfahren Angaben

Norm Klemmkeile

Klemmkeile müssen die EN Norm 12270:2013 erfüllen. Dies ist eine Prüf- und Produktnorm. Mit ihr ist sichergestellt, dass der Keil den Anforderungen für den Berg- bzw. Klettersport entspricht.

Das Bild zeigt eine Grafik mit den BEstandteilen eines Klemmkeil. Übersichtlich werden die Komponenten Kopf, Drathschlinge, Verpressung und Karabinerschlaufe beschrieben.
Die Bestandteile eines Keils übersichtlich dargestellt.

Funktionsweise Klemmkeil

Das Prinzip ist einfach und klar. Der Keil wird mit dem Aluminium Kopf voraus in einen Riss gesteckt. Die Form des Keiles ist dabei leicht konisch. Er läuft also von seiner Spitze nach unten enger werdend zusammen. D.h. er verklemmt sich bei passende Größe vor allen in sich verengenden Rissen perfekt.

In die integrierte Stahlkabel-Schlinge kann man nun die Expressschlinge bzw. das Seil einhängen. Wird der Keil bei einem Sturz belastet, drückt es den Alu-Kopf fest an die Riss Außenseiten. Er funktioniert also „passiv“, im Gegensatz zu den Klemmsegmenten eines Friends.

Was man auch wissen sollte. Beim Thema „Keile Klettern“ werden oft auch weitere Bezeichnungen verwendet. Z.B. „Nuts“ oder „Stoppers“. Gemeint sind dabei aber immer die klassischen Keile.

Das Bild zeigt einen rosa Klemmkeil in einem schmalen, gräulichen Felsriss. Man erkennt sofort das Funktionsprinzip des Keiles, der sich bei Zug nach unten im Riss verklemmt.
Das Funktionsprinzip bei einem Klemmkeil. Bei Zug nach unten verklemmt sich der Keil im Riss und hält somit einen Sturz. Bild: metoliusclimbing.com

Geschichte der Klemmkeile

Wann die ersten Keile beim Klettern verwendet wurden, lässt sich wohl nicht mit Sicherheit sagen. Klar ist jedoch. Ab Mitte der 1920er Jahre tauchen in vielen „klassischen“ Gebieten Holzkeile auf.
Beispielsweise in den Dolomiten, im Bergell oder rund um den Mont Blanc.

Das Bild zeigt einen Vorgänger des heutigen modernen Klemmkeil, nämlich einen alten Holzkeil mit Reepschnüren umwickelt. Er steckt in einem Kalk Riss und zeigt deutliche Spuren seines hohen Alters.
Ein alter Holzkeil im Karwendel. Gut 50 Jahre am Buckel und immer noch ein Zwischensicherungspunkt, siehe die neuere Reepschnur.

Damals wurden die Holzkeile einfach mit Hanf Seilen umwickelt und in die Risse gehämmert. Eine Praxis, die in den Alpen bis weit in die 1950er- und 60er verbreitet war.

Etwa zu dieser Zeit entdecken Kletterer in Bristish Columbia ein cooles Phänomen. Nämlich dass sich große Schrauben von Eisenbahnschienen perfekt in manche Risse stecken ließen. Dort verklemmten sie sich und man konnte eine Seilstück darum legen. Es dauerte nicht lange, da wurden die Schrauben in der Mitte angebohrt. In das Loch wurde dann einfach eine Schlinge gefädelt. Schon waren zum einen die modernen „Nuts“ erfunden. Und zum anderen ein entscheidendes Kapitel beim Thema „Keile Klettern“ geschrieben.

1972 beginnt Kletterpionier Yvonne Choinard mit der industriellen Fertigung von Klemmkeilen. Aufgrund ihres Klemmprinzips bzw. Komponenten bürgerte sich auch die Bezeichnungen „Stopper“ und „Wire“ im englischen Sprachgebrauch ein.

Wenig später entwickelte Chouinard gemeinsam mit Tom Frost die Hexentrics. Sie sind auch als „hex“ oder „hexes“ bekannt. Dabei handelt es sich um hohle, sechsseitige Keile mit einer Drahtschlinge.

Das Grundprinzip ist bis heute gleich geblieben. Auch wenn sich Fertigungstechniken, Materialien  sowie Formen geändert haben.

Klemmkeil Formen

Beim Thema „Keile Klettern“ können folgende Formen bzw. Modelle gemeint sein:

  • klassischer Klemmkeil
  • Offset Nuts
  • Micro Nuts
  • Hexentrics
  • Tricams
  • Sonderform Ball Nuts
Das Bild zeigt eine Grafik, in welcher alle gängigen Klemmkeil Typen aufgeführt sind. Von links nach rechts sind zu sehen: klassischer Keil, Micro Nut und Bras Nut, Offset Nut, Hexentric und Tricam.
Eine Übersicht über die Klemmkeil Typen.

Klassischer Klemmkeil

Klassische Keile haben in der Regel rechteckige bzw. nach unten hin konisch geformte Alu Köpfe. Man findet diese Form bei allen gängigen Herstellern.

Wo sich die Klemmkeil-Sets aber deutlich unterscheiden, ist die Anzahl und die exakte Form des Alu Kopfes.

Das Bild zeigt das DMM Wallnut Set 1. In einem weißem Quadrat sind sechs Keile schön aufgefächert nebeneinender zu sehen. Man erkennt die einzelnen Keile, deren Farben und die Größenverhältnisse ganz wunderbar.Hier gibt es bei den jeweiligen Herstellern sehr große Unterschiede. Das Camp Pro Nut Set z.B. besteht aus Keilen die sehr rundlich geformt sind. Die Climbing Technology Carved Chocks hingegen sind sehr gerade gehalten. Das Wild Country Rock on Set beispielsweise ist dann auch wieder deutlich „bauchig“. Ebenso wie das DMM Wallnut Set oder das Black Diamond Stopper Set.

Apropos „Stopper“. Diesen Namen haben Keile erhalten, weil sie Stürze stoppen. Mittlerweile ist „Stopper“ ein eingetragener Markenname von Black Diamond. Deswegen dürfen nur ihre Keile-Sets diese Bezeichnung tragen.

So etwas wie ein Sonderfall sind auch die Metolius Curved Nuts. Sie sind nämlich die einzigen Keile ohne umlaufende Drahtschlinge. Denn Hier sind die beiden Drähte der Schlinge direkt in den Kopf gelötet. Somit spart man sich hier nochmals einige wertvolle Gramm Gewicht.

Offset Nuts

Das Bild zeigt ein DMM Alloy Offset Nut Set . In einem weißem Quadrat sind fünf Keile schön aufgefächert nebeneinender zu sehen. Man erkennt die einzelnen Keile, deren Farben und die Größenverhältnisse ganz wunderbar.„Offsets“ sind Klemmkeile für Risse die nach außen breiter werden. Solche Risse werden im Englischen auch als „flares“ oder eben „offset cracks“ bezeichnet. Folglich sind auch die keile auf einer Längsseite breiter als auf der anderen.

Ein normaler Kletterer – der ab und zu eine Alpinroute macht – braucht in der Regel keine Offset Keile. Dieses Modelle sind etwas für Alpinkletterer bzw. Risskletterer. Zudem sind Bigwall Kletterer gut daran beraten ein gutes Arsenal an Offset Nuts ihr Eigen zu nennen.

Denn gerade in großen Granit Wänden wie dem El Capitan im Yosemite braucht es viele Offset Placements.

Sehr beliebte Offsets sind die DMM Alloy Offsets, die Black Diamond Offset Stoppers oder die Wild Country Superlight Offset Rocks. Es gibt auch ein Set mit sehr kleinen Offset Nuts, nämlich das DMM Peanuts Set sowie DMM Brass Offsets Set.

Micro Nuts Klemmkeile

Das Bild zeigt ein DMM Micro Wallnut Set . In einem weißem Quadrat sind vier Keile schön aufgefächert nebeneinender zu sehen. Man erkennt die einzelnen Keile, deren Farben und die Größenverhältnisse ganz wunderbar.Alle diese Modelle sind für sehr kleine Risse und Schuppen gedacht. Je nach Hersteller tragen sie verschiedene Bezeichnungen.

Beispielsweise Black Diamond Micro Stoppers oder die DMM Micro Wallnuts. Diese kleinsten „Nuts“ werden vor allem beim technischen Klettern eingesetzt.

D.h.sie sind teilweise sogar nur auf das Halten des Körpergewichtes ausgelegt. Im Falle eines Sturzes können die Keile auch kaputt gehen. Somit haben sie in einer „normalen“ Kletterausrüstung nichts verloren.

Sonderformen Brass Nuts

Das Bild zeigt ein Set mit Brass Nuts Klemmkeilen. Es sind schönaufgefächert acht verschiedene Klemmkeile zu sehen. Man erkennt die goldenen MEssing Köpfe sowie die Größenunterschiede ganz deutlich.Die DMM IMP Brass Nuts bzw. Brass Offsets sind Sonderformen der Micro Nuts. Denn sie bestehen nicht aus Aluminium, sondern aus Messing.

Dieses etwas weichere Metall erlaubt dem Fels sich ins Metall zu drücken. Somit hat der Keil mehr Stabilität, ohne dabei zu brechen natürlich.

Brass Nuts sind daher beim Big Wall Klettern bzw. beim Absichern kleinster Risse sehr hilfreich. Für den normalen Anwender haben sie keine Relevanz.

Hexentrics

Diese Keile ihren haben ihren Namen von ihrer markanten Querschnittsform. Einem Sechseck, auch Hexagon genannt. Diese Form wurde in den 1970ern von Yvonne Choinard und Tom Frost entwickelt. Die damals neuartige Form erlaubte ein Novum. Parallele Risse abzusichern!

Folglich dauerte es nicht nicht lange bis sie extrem populär waren. So wurden z.B. Mega Klassiker wie „Supercrack of the Desert“ in Indian Creek mit den „Hexes“ erstbegangen.

„Hexentric“ ist mittlerweile ein geschützter Markenname von Black Diamond. Deswegen findet man nur Produkte dieses Herstellers mit diesem Namen. Die baugleichen Klemmkeile heißen bei Wild Country Rockcentric. Darüber hinaus gibt es nur noch zwei Hersteller. Bei Rock Empire heißen sie „Hex“ und weiters gibt es noch die DMM Torque Nuts.

Tricams – Klemmkeile

Das Bild zeigt einen roten Camp Tricam Evo. Man erkennt den Alu Kopf mit der markanten Nase sowie die rote Dyneema Bandschlinge dieser Klemmkeil Sonderform.Tricams sind erneut ein kleiner Sonderfall. Denn diese unglaublich vielseitigen Keile können sowohl als „passives“ als auch „aktives“ Sicherungsmittel verwendet werden.

Denn zum einen funktionieren sie in Längsrichtung wie jeder normale Keil. D.h. der Alu Kopf drückt sich in den Riss und klemmt sich dort fest.

Zum anderen kann der Tricam aber auch „verdreht“ in einen Riss gelegt werden. Bei einem Sturz will sich der Kopf mit der markanten Nase dann verdrehen. Dies geschieht durch die runden „Bakken“ auf der Rückseite. Durch diese Drehbewegung drückt es den Tricam nur umso fester gegen den Riss.

Somit ist es erstaunlich, dass Tricams beim Thema „Keile Klettern“ nicht öfters in der Diskussion aufscheinen. Denn irgendwie werden diese Keile fast nur beim Klettern in den Dolomiten verwendet. Dort passen sie perfekt in Löcher aller Größen bzw. vielen horizontalen Rissen.

Sonderform Camp Ball Nuts

Das Bild zeigt ein Camp Ball Nuts Klemmgerät der Farbe Violett. Es liegt leicht schräg auf weißem Hintergrund. Die Karabinerösen stehen nach links unten, der Klemm Mechanismus nach rechts oben.Wie ihr sehen könnt, haben wir Ball Nuts nicht in der Grafik. Denn sie sind eine Sonderform und eigentlich ein rein „aktives“ Klemmgerät. Ihre Form ähnelt aber ganz stark der eines Klemmkeil. Deswegen erwähnen wir sie hier der Vollständigkeit halber extra.

Ball Nuts funktionieren auf folgendem Prinzip. Durch ein Kabel kann man eine kleine Metall-Linse in eine Rille des Metallkopf schieben. In dieser Position passt der Kopf dann in sehr dünne Risse. Lässt man das Kabel los, rutscht die Linse nach vorne und vergrößert somit den Durchmesser des Kopfes. Das Sicherungsgerät klemmt somit im Riss sicher ab.

Praxis Tipps – Klemmkeile

Ihr kennt nun alle Keil Formen, sowie deren Geschichte und Eigenheiten. Aber was bedeutet dies für die Praxis? Natürlich haben wir uns auch darüber Gedanken gemacht. Deshalb gibt es im Folgenden einige wertvolle Praxis Tipps zum Thema „Keile Klettern“ für Euch!

Wie verwendet man Klemmkeile?

Wir finden das folgende Video extrem aufschlussreich. Deshalb wollen wir es euch auch nicht lange vorenthalten:

Was muss ich beim Thema „Keile Klettern“ noch beachten?

Unserer Erfahrung sollte sind bei der Verwendung von Klemmkeilen fünf Dinge besonders wichtig!

Erstens die Aufteilung Eures Sets auf verschiedene Größen Pakete. Und zweitens die immer gleiche Positionierung in einer Materialschlaufe am Gurt.

Drittens die Verwendung von langen Expressen bzw. langen Alpinschlingen. Und viertens die verringerte Stabilität bei nassem Fels.

Abschließend wollen wir auch noch auf die Wichtigkeit der Klemmkeilentferner hinweisen.

Aufsplitten Eurer Keile

Je nachdem wie viele Keile ihr habt, solltet ihr sie in Pakete aufsplitten. Beispielsweise könnt ihr ein größeres Set auf zwei Karabiner aufteilen. Zum einen mit den kleinen Größen. Und zum anderen mit den großen Größen.

Das hat einen entscheidenden Vorteil. Beim Griff an den Gurt habt ihr die Größen eben schon vorsortiert. Ihr müsst dann nicht erst umständlich herumfuchteln und den richtigen Keil von einem großem Set heraussuchen.

Das Bild zeigt ein durchschnittliches Alpinkletter Klemmkeil Set. Auf Kalkfels liegt ein Standard Klemmkeil Set, ein Set Offset Nuts und ein Klemmkeilentferner.
Ein Standard Alpinkletter Klemmkeil Set. Es besteht aus einem Set normaler Keile, einem kleinen Set Offset Nuts und einem Klemmkeil Entferner. Wir empfehlen das Keile Set auf zu splitten damit das Handling übersichtlicher wird.

Position am Gurt

Hängt Euch die diversen Klemmkeil Sets immer gleich auf den Gurt. Beispielsweise die Großen rechts vorne, die Kleinen links vorne.

Somit wisst ihr immer sofort auf welcher Materialschlaufe die jeweiligen Modelle bzw. Größen sind. Das ist z.B. in Stress Situationen sehr hilfreich.

Lange Expressen dazu hängen

Das Bild zeigt eine Fly Weight Evo long Set Expressschlinge von Climbing Technology. Die Express steht aufrecht im Bild. Oben der rote hakenseitige Karabiner, in der Mitte die weiss-rote Expressschlinge, unten der gelbe seilseitige Karabiner. Die Schnapper schauen nach links.
Lange Expressen sind ideal für das Einhängen in Stopper!

In gelegte Keile hängt man am besten lange Expressschlingen bzw. verlängerbare Alpinschlingen. Denn sie „federn“ die Schwingungen des Seils sehr gut ab. Somit kann das Rütteln des Seiles den Keil nicht so leicht aus seiner Position hebeln.

Kurze Sportkletter Expressen oder gar nur einzelne Karabiner hingegen sind hier extrem nachteilig. Sie übertragen jede Bewegung und sorgen im Extremfall für ein Herausrutschen des Placements.

Achtung bei nassem Fels

Ist der Fels nass, so ist Obacht geboten. Denn dann verrutschen eure „Nuts“ besonders leicht. Das hat mit der verringerten Reibung durch das Wasser zu tun. Deshalb sollte man in diesem Fall die Klemmkeile besonders stark „anzupfen“ um sie in der gewünschten Position zu fixieren.

Klemmkeil Entferner

Das Bild zeigt einen Camp Nut Key Klemmkeilentferner. Man erkennt seine Form, den plastikbeschichteten Griff sowie seinen Fronthaken.
Unserer Meinung nach einer der vielseitigsten Klemmkeilentferner am Markt – das Camp Nut Key.

Wer A sagt muss auch B sagen! D.h. wer Keile versenkt muss sie irgendwann auch wieder heraus bekommen. Deshalb gibt es Klemmkeil Entferner. Die kleinen Helfer sind unentbehrlich, wenn man sie halbwegs rasch wieder aus den Rissen und Schuppen bekommen will.

Kennt ihr übrigens diesen Witz:

Was ist der beste Klemmkeilentferner? Na jenen, den man mit hat!

Daher lautet unsere Praxis Empfehlung. In einer Alpinroute solltet ihr immer zwei Stück mit dabei haben. Denn nur allzu gerne fällt bei den Entfernungs Manövern einer hinunter. Ebenso sollte man bei Bigwalls, Klettertrips und Expeditionen unbedingt immer Reserve Teile mitberücksichtigen.

Wann gehört ein Klemmkeil ausgetauscht?

Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Keile Hersteller stellt unmissverständlich klar. Auch Keile gehören ausgetauscht. Und zwar wenn sie:

  • an den Stahlkabeln irgendwelche Beschädigungen aufweisen
  • der Kopf Risse aufweist
  • der Kopf stark deformiert ist
  • mit Säuren oder Treibstoffen in Berührung gekommen sind
  • zu großer Hitze ausgesetzt waren
Das Bild zeigt sechs Gefahrenhinweis Grafiken für Klemmkeile mit übersichtlichen Symbolen. MAn sieht sofort worauf bei diesem Produkt aufzupassen ist.
Diese Dinge gilt es bei Klemmkeilen unbedingt zu beachten. Quelle: Bedienungsanleitung Black Diamond